Lisa Ihde besuchte uns wieder !!

Zum Nachlesen: Botschafter-Vortrag (rund 700MB), HPI-Vorstellung, Open-HPI

Lisa war Schülerin unserer Schule, Gewinnerin des Mathematik-Abiturpreises des LHG und ist mittlerweile am Hasso-Plattner-Institut eine beachtete Größe ... googelt einfach nach Lisa ;-)

In ihrem Bachelorprojekt am Fachgebiet "Computergrafische Systeme" von Professor Jürgen Döllner entwickelte Ihde (22) eine Software, die das Eintauchen in komplexe 3D-Scans mithilfe von Virtual-Reality-Technologien (VR) erlaubt. Für den externen Beobachter ist die Darstellung von VR meist auf die Nutzerperspektive beschränkt. Um virtuelle und reale Umgebungen miteinander zu verbinden und die 3D-Welt somit auch für das außenstehende Publikum sichtbar zu machen, nutzte Lisa Ihde physikalische Eigenschaften von 3D-Punktwolken und erschuf damit eine Mixed-Reality.

Ihdes besondere Faszination für Informatik begründet sich im Facettenreichtum der Fachrichtung. „Außerdem mag ich es, dass man Ideen durch Programmieren schnell umsetzen und dadurch direkte Effekte im realen Leben erreicht“, so Ihde weiter. Auch privat nutze sie ihre Programmierkenntnisse, um beispielsweise ihren Kleiderschrank per App zu organisieren.

 

Neben dem Studium engagiert sich Lisa Ihde als Gleichstellungsbeauftrage an der gemeinsamen Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam. Zusätzlich programmierte sie bereits etliche Apps, zum Beispiel zum Auffinden von Glascontainern, Kleidersammelboxen und Mülleimern. Auch ein Buch hat Lisa Ihde schon veröffentlicht: „Meine eigene Homepage für Dummies Junior“, erschienen 2017 bei Wiley-VCH. Ende September 2018 ist Ihde eine von sechs Stipendiatinnen, denen das HPI eine Teilnahme an der weltgrößten IT-Konferenz für Frauen (Grace Hopper Convention) in den USA ermöglicht.

Nicht mehr allein in der virtuellen Welt – Lisa Ihde, ARD/ZDF Förderpreis-Nominierte 2018, erforscht Konzepte und Techniken zu Mixed-Reality-Visualisierungen

Die virtuelle Realität (VR) ist bislang oft ziemlich egozentrisch ausgefallen. Die Nutzer*innen sehen aus ihrer eigenen Perspektive eine künstlich hergestellte, immer fotorealistischere 3D-Welt, in der sie sich bewegen und agieren. Damit aber auch andere Beobachter*innen von außen in diese 3D-Welt eintauchen können, müssen durch „Mixed Reality“-Verfahren die virtuelle und reale Umgebungen mit einigem Aufwand vermischt werden. An dieser Herausforderung setzt die Bachelorarbeit von Lisa Ihde an, welche dabei die physikalischen Eigenschaften von massiven 3D-Punktwolken nutzt.

Lisa Ihde gehört zweifelsohne zu den „Digital Natives“. Ihr Interesse für Informatik und Programmierung beginnt schon zu Schulzeiten, und sie kommt auch früh mit den speziellen Initiativen für Frauen in diesem Bereich, wie der „Komm, mach MINT“-Initiative, in Kontakt. Häufig ist sie bei Hackathons oder auch im Studium eine von wenigen Frauen, was ihr aber wenig Probleme macht. Im Gegenteil: sie begreift sich selbst früh als weibliches Vorbild für andere junge Frauen und engagiert sich als Mentorin bei Schüler*innenprogrammen, als Sprecherin auf Konferenzen wie dem „Ada Lovelace Festival“ (dem europäischen Event für Frauen in der IT) oder als Gleichstellungsbeauftragte an der Digital Engineering Fakultät der Universität Potsdam.

Lisa Ihde hat bereits etliche Apps programmiert, z.B. eine Web-Anwendung zur Überwachung von Bienenstöcken, eine VR-Anwendung zur zoologischen Lehre für Schlangenskelette oder eine Smartphone-App zum Auffinden von Glascontainern, Kleidersammelboxen und Mülleimern im öffentlichen Raum. Sie hat ebenfalls schon eine Publikation für eine renommierte Buchreihe zu verzeichnen. Aus ihrer Erfahrung als Dozentin eines Massive Open Online Courses (MOOC) für Schüler*innen zum Thema Webseitenerstellung auf der Internet-Bildungsplattform des Hasso-Plattner-Instituts (openHPI) heraus, verfasste sie das Buch: „Meine eigene Homepage für Dummies Junior“, erschienen 2017 bei Wiley-VCH. Nach dem Bachelorabschluss geht es für Lisa Ihde jetzt nahtlos im Masterstudiengang „IT-Systems Engineering“ an der Universität Potsdam weiter.